Rosca de Reyes: der spanische Dreikönigskuchen

Die Rosca de Reyes ist der Hefekranz mit Orangenblütenwasser und kandierten Früchten, den man in Spanien und Lateinamerika am 6. Januar anschneidet — mit einer versteckten Überraschung im Teig. Mit den zwei Punkten, die über das Ergebnis entscheiden: Der Teig hat viel Butter und geht langsam —mit Hitze drängen ruiniert ihn—, und das Loch in der Mitte wird größer gemacht, als nötig scheint, weil es beim Gehen zuwächst.
Zutaten
- 500 g Mehl (Type 405)
- 100 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 2 Eier und 1 Eigelb
- 150 ml lauwarme Milch
- 25 g frische Hefe (oder 8 g Trockenhefe)
- 1 TL Salz
- Abrieb von 1 Orange und 1 Zitrone
- 2 EL Orangenblütenwasser
- Zum Verzieren: kandierte Früchte, Kirschen, Feigen und Hagelzucker
- 1 getrocknete Bohne oder eine kleine Porzellanfigur zum Verstecken
- Zum Bestreichen: 1 verquirltes Ei
Zubereitung
Die Hefe in der lauwarmen Milch mit einem Löffel Zucker auflösen und 10 Minuten schäumen lassen.
Mehl mit restlichem Zucker, Salz und Abrieb mischen. Eier, Eigelb, Orangenblütenwasser und angesetzte Hefe zugeben.
5 Minuten kneten und erst dann die weiche Butter nach und nach einarbeiten, weitere 10 Minuten. Kommt die Butter zu früh, entwickelt der Teig nie sein Gluten und bleibt schwer.
Abgedeckt 1,5 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Ein fettreicher Teig geht langsamer als Brot und verträgt keine starke Hitze, die die Butter schmilzt.
Entgasen, zur Kugel formen und mit den Fingern ein Loch in die Mitte ziehen. Auf etwa 12 cm weiten: das wirkt übertrieben, aber das zweite Gehen schließt es fast vollständig.
Die Bohne oder Figur von unten hineinschieben, damit sie nicht zu sehen ist.
Auf dem Blech weitere 45 Minuten gehen lassen.
Mit verquirltem Ei bestreichen und mit kandierten Früchten, Kirschen und Hagelzucker verzieren.
Bei 180 °C 25 bis 30 Minuten backen. Wird sie zu schnell dunkel, mit Alufolie abdecken.
Auf einem Gitter auskühlen lassen. Am besten am selben Tag; am nächsten hilft kurzes Anwärmen.