Pumpkin Pie: der süße Kürbiskuchen

Pumpkin Pie ist der klassische süße Kürbiskuchen aus den USA, das Dessert für Thanksgiving und den gesamten Herbst: ein Mürbeteig mit einer Füllung aus Kürbispüree, Eiern und Milch, der cremig gebacken wird, fast wie ein Flan. Was ihn ausmacht, ist nicht der Kürbis selbst, der einen milden Geschmack hat, sondern die Gewürze: Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Nelken – die Mischung, die dort als pumpkin spice verkauft wird. Diese Version verwendet gezuckerte Kondensmilch, eine der zwei klassischen Zubereitungsarten, die in jedem Supermarkt erhältlich ist. Zudem wird Butternut-Kürbis verwendet: Das Dosenpüree, das dort benutzt wird, stammt nicht vom Halloween-Kürbis, der sehr wässrig ist, sondern von Sorten mit festem Fruchtfleisch, die mit dem Butternut verwandt sind.
🔎 Was ist Kürbis? — woher es kommt, was drin ist und wo man es bekommt.
🔎 Was ist Pumpkin Spice? — woher es kommt, was drin ist und wo man es bekommt.
Zutaten
- 200 g Mehl Type 405 (für den Teig)
- 100 g kalte Butter, in Würfeln
- 1 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 bis 4 EL eiskaltes Wasser
- 1 Butternut-Kürbis von etwa 1 kg (für die Füllung, ergibt ca. 450 g Püree)
- 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (395 g)
- 2 Eier
- 2 TL Pumpkin Spice (oder 1 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/4 TL Muskatnuss und 1 Prise gemahlene Nelken)
- 1 Prise Salz
- Zum Servieren (optional): Schlagsahne
Zubereitung
Bereite den Teig zu: Vermische Mehl, Zucker und Salz, gib die kalte Butter hinzu und verreibe alles mit den Fingerspitzen, bis es wie grober Sand aussieht. Füge das eiskalte Wasser esslöffelweise hinzu und verbinde alles ohne zu kneten, gerade so, dass ein Teigball entsteht. Die Butter muss kalt und in kleinen Stückchen bleiben: Beim Backen sorgt das für zarte Schichten. Kneten entwickelt das Gluten und macht den Teig hart.
Wickle den Teigball in Frischhaltefolie und stelle ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.
Heize in der Zwischenzeit den Ofen auf 200 °C vor. Halbiere den Butternut-Kürbis der Länge nach, entferne die Kerne und backe die Hälften mit der Schnittfläche nach oben für etwa 40 Minuten, bis sie sehr weich sind. So verlieren sie Wasser: Ein wässriges Püree lässt die Füllung nicht fest werden und macht den Boden matschig.
Entnimm das Fruchtfleisch und püriere es, bis es vollkommen glatt und ohne Fasern ist. Falls beim Ruhen Flüssigkeit austritt, lass es 15 Minuten in einem Sieb abtropfen. Miss 450 g Püree ab.
Rolle den Teig auf 3 mm Dicke aus und kleide eine 24-cm-Form damit aus, wobei du den Teig gut an den Rändern hochziehst. Stich den Boden mit einer Gabel ein und stelle ihn wieder in den Kühlschrank, während du die Füllung vorbereitest.
Erhöhe die Ofentemperatur auf 220 °C. Verrühre das Püree mit der Kondensmilch, den Eiern, dem pumpkin spice und dem Salz, nur bis alles glatt ist. Nicht zu stark schlagen: Die eingeschlossene Luft lässt die Füllung im Ofen aufgehen und beim Abkühlen reißen.
Gib die Füllung in den Teig und backe sie 15 Minuten bei 220 °C: Der Hitzeschock festigt den Teig, bevor die Füllung ihn durchweichen kann. Reduziere danach die Temperatur auf 180 °C und backe weitere 35 bis 40 Minuten.
Der Kuchen ist fertig, wenn die Ränder der Füllung fest sind und die Mitte noch leicht wackelt, wenn du die Form bewegst, ähnlich wie bei einem Flan. Ein Messer, das nahe der Mitte eingestochen wird, muss sauber herauskommen. Wenn du ihn backst, bis die Mitte fest ist, wird er zu trocken und bekommt Risse.
Lass ihn bei Raumtemperatur mindestens 2 Stunden abkühlen, bevor du ihn anschneidest: Er festigt sich durch seine eigene Restwärme, und warm angeschnitten zerfällt er. Serviere ihn kalt oder bei Raumtemperatur mit Schlagsahne. Abgedeckt hält er sich 3 Tage im Kühlschrank.