Was ist Kürbis?

Ein Butternut-Kürbis, ein grüner Hokkaido und ein grauer Muskatkürbis auf einem Holztisch, mit einer halbierten Hokkaido-Hälfte, die das orangefarbene Fruchtfleisch zeigt

Kürbisse gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), und die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Bezeichnungen ist eher kulturell als botanisch bedingt. In Argentinien wird meist allgemein von 'Zapallo' gesprochen, während 'Calabaza' oft spezifisch für den Butternut-Kürbis verwendet wird; in anderen spanischsprachigen Ländern ist 'Calabaza' der Oberbegriff. Was jedoch einen großen Unterschied macht, ist die Sorte: Es gibt trockene, mehlig kochende Kürbisse, die ein festes Püree ergeben, und wässrige Sorten, die sich eher für Suppen eignen. Die falsche Wahl ist oft der Grund, warum eine Füllung nicht fest wird.

Die gängigsten Sorten

Butternut: länglich, mit beiger, dünner Schale und orangefarbenem, süßlichem und recht feuchtem Fruchtfleisch. Der hohle Teil befindet sich nur im unteren Bereich; der Hals besteht aus festem Fruchtfleisch, weshalb er sich hervorragend für Würfel eignet. Er schmeckt geröstet, als Püree oder in cremigen Suppen wie der Kürbiscremesuppe.

Hokkaido (japanischer Kabocha): rund und flach, mit dunkelgrüner Schale. Sein Fruchtfleisch ist am trockensten, mehligsten und süßesten von allen: Es ergibt das festeste Püree und eignet sich am besten für Füllungen. Die Schale kann mitgegessen werden. Er ist die klassische Wahl für gefüllten Kürbis.

Muskatkürbis: groß, mit graublauer, sehr harter Schale und festem, gelbem Fruchtfleisch. Er ist ein klassischer Lagerkürbis – im Ganzen hält er sich monatelang – und wird traditionell für Locro verwendet.

Gelber Zentner / Riesenkürbis: groß, wird meist in Stücken verkauft. Sein Fruchtfleisch ist weniger süß als das des Hokkaido und wird dort verwendet, wo der Kürbis zerfallen und Bindung geben soll, wie bei der Humita im Topf.

Halloween-Kürbis: rund, orange, mit dünner Schale und dünnen Wänden. Er ist zum Schnitzen gezüchtet, nicht zum Essen: Sein Fruchtfleisch ist wässrig und geschmacksarm. Auf der Nordhalbkugel ist er im Oktober überall zu finden. Zum Schnitzen gibt es Tipps für die Laterne.

Trocken oder wässrig: Was das Ergebnis bestimmt

Der entscheidende Unterschied in der Küche ist der Wasser- und Stärkegehalt des Fruchtfleisches. Trockene, mehlig kochende Sorten wie Hokkaido und Butternut ergeben feste Pürees, stabile Füllungen und lassen sich gut rösten. Wässrige Sorten eignen sich besser für Suppen und Eintöpfe, bei denen der Wassergehalt keine Rolle spielt.

Deshalb kombiniert die Kürbistarte mit Mascarpone Butternut und Hokkaido: die feuchte Süße des einen und die Konsistenz des anderen. Und deshalb wird in den USA das Kürbispüree für den Pumpkin Pie nicht aus Halloween-Kürbissen, sondern aus Sorten mit dichtem Fruchtfleisch hergestellt.

Auch die Garmethode beeinflusst den Wassergehalt: Beim Rösten verliert der Kürbis Wasser und der Geschmack konzentriert sich; beim Kochen nimmt er Wasser auf. Für Pürees, Tartes und Brot empfiehlt es sich, ihn halbiert mit der Schnittfläche nach oben zu rösten.

Drei Arten, viele Namen

Fast alle Speisekürbisse stammen von drei Arten ab. Zur Cucurbita maxima gehören der Hokkaido und der Muskatkürbis; zur Cucurbita moschata der Butternut und die meisten Sorten mit dichtem Fruchtfleisch; zur Cucurbita pepo der Halloween-Kürbis sowie die Zucchini, die zur gleichen Art gehört, aber unreif geerntet wird.

Der Feigenblattkürbis stammt von einer vierten Art, Cucurbita ficifolia. Die Namen variieren je nach Region: Was in Argentinien 'Anco' ist, heißt in Europa oft Butternut; der Hokkaido ist der japanische Kabocha.

Einkauf und Lagerung in Deutschland

Hokkaido und Butternut sind in Deutschland fast ganzjährig in gut sortierten Supermärkten, auf Wochenmärkten oder in Bio-Läden erhältlich. Wähle einen Kürbis, der sich für seine Größe schwer anfühlt, eine harte Schale ohne Druckstellen hat und einen trockenen, festen Stiel besitzt.

Im Ganzen hält sich ein Kürbis an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort mehrere Wochen. Einmal angeschnitten, sollte er in Frischhaltefolie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 4 bis 5 Tagen verbraucht werden. Gegartes Kürbispüree lässt sich sehr gut einfrieren.

Die Rezepte

Häufige Fragen

Sind alle Kürbisse gleich?

Es sind verschiedene Sorten derselben Familie. Was sie wirklich unterscheidet, ist ihr Wasser- und Stärkegehalt, der bestimmt, ob sie sich für Pürees, Suppen oder Füllungen eignen.

Welcher Kürbis eignet sich am besten für Püree?

Hokkaido oder Butternut, im Ofen geröstet. Sie sind am trockensten und süßesten und ergeben ein festes Püree, das kein Wasser abgibt.

Kann man die Schale mitessen?

Die von Hokkaido-Kürbissen ja, sie ist dünn und wird beim Garen weich. Die Schale von Butternut-Kürbissen kann man mitessen, wenn sie geröstet wird. Die Schale von großen Lagerkürbissen ist zu hart und sollte entfernt werden.

Kann man den Halloween-Kürbis kochen?

Man kann, aber das Fruchtfleisch ist wässrig und geschmacksarm. Wenn du einen geschnitzt hast, kannst du das Fruchtfleisch lange rösten, damit es Wasser verliert, und es für eine Suppe verwenden. Die Kerne lassen sich hervorragend rösten.

Aktualisiert am 2026-09-19T21:21:30.188Z