Wie man frische Kräuter aufbewahrt
Petersilie, Koriander und Basilikum welken innerhalb von zwei Tagen, wenn sie lose in den Kühlschrank gelegt werden. Mit der richtigen Methode halten sie ein bis zwei Wochen — und es gibt eine Sorte, die nicht in den Kühlschrank gehört.

Frische Kräuter werden in großen Bündeln gekauft und zweigweise verwendet, daher bleibt fast immer etwas übrig. Das Problem ist, dass sie lose im Kühlschrank innerhalb von zwei oder drei Tagen welken: Sie dehydrieren, wenn die Luft trocken ist, und verfaulen, wenn sie feucht bleiben. Die gesamte Konservierung läuft darauf hinaus, die Feuchtigkeit zu kontrollieren, und es gibt zwei Kräuterfamilien, die unterschiedlich damit umgehen.
Zwei Familien, zwei Methoden
Die zarten —Petersilie, Koriander, Dill, Schnittlauch, Minze— haben weiche Stängel und viel Wasser. Sie werden wie ein Blumenstrauß aufbewahrt: die Stängel in einem Glas mit zwei Fingern breit Wasser, eine lose Tüte darüber, damit sie nicht austrocknen, und ab in den Kühlschrank. Sie halten eine Woche oder länger, und man sieht sofort, wann das Wasser gewechselt werden muss.
Die holzigen —Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei— haben harte Stängel und weniger Wasser. Sie werden in leicht feuchtes Küchenpapier eingewickelt, in einen luftdichten Behälter oder eine Tüte gegeben und in den Kühlschrank gestellt. Sie halten zwei bis drei Wochen.
Die Regel, die für beide gilt: das Papier muss feucht sein, nicht nass. Wenn es tropft, verfault das Kraut an der Stelle, die es berührt.
Basilikum ist die Ausnahme
Basilikum gehört nicht in den Kühlschrank: Durch die Kälte werden die Blätter innerhalb eines Tages schwarz. Es wird wie ein Strauß in Wasser bei Raumtemperatur und fern von direktem Sonnenlicht aufbewahrt. So hält es fast eine Woche und bildet sogar Wurzeln.
Es ist das Kraut, das am häufigsten verdirbt, weil man es „gut“ aufbewahren will, und es ist das einzige, das genau deshalb ruiniert wird.
Vorher oder nachher waschen
Waschen vor dem Aufbewahren ist nur sinnvoll, wenn danach gründlich getrocknet wird: in einer Salatschleuder oder zwischen zwei Küchentüchern. Ein feucht aufbewahrtes Kraut hält nur halb so lange.
Wenn keine Zeit zum gründlichen Trocknen bleibt, ist es besser, es ungewaschen aufzubewahren und erst bei der Verwendung zu waschen.
Einfrieren: zum Kochen, nicht zum Garnieren
Gehackt und in einer Eiswürfelform mit Olivenöl eingefroren, halten Kräuter monatelang und sind direkt bereit für die Pfanne. Das funktioniert für Petersilie, Koriander, Rosmarin und Thymian.
Was beim Einfrieren verloren geht, ist die Textur: Ein gefrorenes Kraut eignet sich gut für Eintöpfe, Saucen oder Pfannengerichte, aber nicht, um es roh über das Gericht zu streuen. Dafür gibt es keinen Ersatz für das frische Bündel.
Häufige Fragen
Kann man Basilikum im Kühlschrank aufbewahren?
Besser nicht: Durch die Kälte werden die Blätter innerhalb eines Tages schwarz. Es gehört in ein Glas mit Wasser, bei Raumtemperatur und ohne direktes Sonnenlicht.
Wie lange halten gut aufbewahrte frische Kräuter?
Die zarten —Petersilie, Koriander, Dill— eine Woche oder etwas länger. Die holzigen —Rosmarin, Thymian, Oregano— zwei bis drei Wochen.
Sollte man sie vor dem Aufbewahren waschen?
Nur wenn sie danach gründlich getrocknet werden, mit einer Salatschleuder oder zwischen Küchentüchern. Feucht aufbewahrt verfaulen sie; wenn keine Zeit zum Trocknen ist, erst bei der Verwendung waschen.
Eignen sich gefrorene Kräuter für alles?
Zum Kochen ja: Eintöpfe, Saucen, Pfannengerichte. Zum rohen Bestreuen nicht, da sie beim Auftauen ihre Textur verlieren.