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Farofa mit Ei – brasilianische Maniokbeilage

Dieses Rezept auch auf 🇦🇷 Spanisch · 🇧🇷 Portugiesisch

15 Min. gesamt🔪 7 Min. Vorbereitung🍳 8 Min. Garzeit🍽 6 PortionenEinfach
Farofa mit Ei – brasilianische Maniokbeilage

Farofa ist die brasilianische Beilage, die zu Feijoada und zum Churrasco gehört: Maniokmehl, in Butter geröstet, mit Ei und Zwiebel. Knusprig, herzhaft, und der Gegenpol zu allem Saftigen auf dem Teller.

Zur Zutat — und das ist der Punkt, an dem das Rezept steht oder fällt. Es muss farinha de mandioca sein, also Maniokmehl. Tapiokastärke ist nicht dasselbe und funktioniert nicht: Sie ist reine Stärke und wird beim Erhitzen glasig und zäh statt krümelig.

Es gibt sie in zwei Varianten, und beide funktionieren hier: crua (roh) und torrada (vorgeröstet). Für Farofa wird das Mehl ohnehin in der Pfanne geröstet — mit der rohen Variante dauert es einige Minuten länger, bis sie goldbraun ist und knusprig riecht. In Deutschland bekommt man sie in brasilianischen Onlineshops und in gut sortierten Latino- und Afroshops, meist in 500-g-Packungen (verbreitet ist die Marke Yoki).

Das Öl neben der Butter ist kein Beiwerk — es hebt den Rauchpunkt, sodass die Butter beim Rösten nicht verbrennt. Passt zur Feijoada.

🔎 Was ist Maniokmehl? — woher es kommt, was drin ist und wo man es bekommt.

Zutaten

🍽 6 Portionen
  • 250 g Maniokmehl, farinha de mandioca (roh oder vorgeröstet), fein oder grob
  • 3 Eier
  • 80 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 EL Sonnenblumenöl (damit die Butter nicht verbrennt)
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • Frühlingszwiebeln oder frische Petersilie, gehackt

Zubereitung

  1. In einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze das Öl erwärmen und die Butter darin schmelzen. Die Zwiebel glasig und leicht goldbraun dünsten.
  2. Die Hitze etwas reduzieren und die leicht verquirlten Eier hineingeben. Sanft rühren, sodass sie stocken, aber **sichtbare Stücke bleiben** — es soll kein gleichmäßiges Rührei werden. Nicht ganz durchtrocknen lassen.
  3. Das Maniokmehl nach und nach zugeben und ständig mit dem Holzlöffel rühren, damit es sich mit der Butter und dem Eiersaft vollsaugt.
  4. Bei mittlerer Hitze rösten, bis das Mehl eine helle goldene Farbe annimmt und sich am Löffel knusprig anfühlt: mit vorgeröstetem Mehl 3 bis 5 Minuten, mit rohem einige Minuten länger. Der Geruch ist der beste Anhaltspunkt — geröstetes Maniokmehl duftet deutlich nussig.
  5. Salzen, pfeffern und vom Herd nehmen. Die gehackten Frühlingszwiebeln oder die Petersilie für Frische und Farbe unterrühren.
  6. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren — zu rotem Fleisch, Hähnchen oder zur klassischen Feijoada.