Farofa mit Ei – brasilianische Maniokbeilage
Dieses Rezept auch auf 🇦🇷 Spanisch · 🇧🇷 Portugiesisch

Farofa ist die brasilianische Beilage, die zu Feijoada und zum Churrasco gehört: Maniokmehl, in Butter geröstet, mit Ei und Zwiebel. Knusprig, herzhaft, und der Gegenpol zu allem Saftigen auf dem Teller.
Zur Zutat — und das ist der Punkt, an dem das Rezept steht oder fällt. Es muss farinha de mandioca sein, also Maniokmehl. Tapiokastärke ist nicht dasselbe und funktioniert nicht: Sie ist reine Stärke und wird beim Erhitzen glasig und zäh statt krümelig.
Es gibt sie in zwei Varianten, und beide funktionieren hier: crua (roh) und torrada (vorgeröstet). Für Farofa wird das Mehl ohnehin in der Pfanne geröstet — mit der rohen Variante dauert es einige Minuten länger, bis sie goldbraun ist und knusprig riecht. In Deutschland bekommt man sie in brasilianischen Onlineshops und in gut sortierten Latino- und Afroshops, meist in 500-g-Packungen (verbreitet ist die Marke Yoki).
Das Öl neben der Butter ist kein Beiwerk — es hebt den Rauchpunkt, sodass die Butter beim Rösten nicht verbrennt. Passt zur Feijoada.
🔎 Was ist Maniokmehl? — woher es kommt, was drin ist und wo man es bekommt.
Zutaten
- 250 g Maniokmehl, farinha de mandioca (roh oder vorgeröstet), fein oder grob
- 3 Eier
- 80 g Butter
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 2 EL Sonnenblumenöl (damit die Butter nicht verbrennt)
- Salz und schwarzer Pfeffer
- Frühlingszwiebeln oder frische Petersilie, gehackt
Zubereitung
- In einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze das Öl erwärmen und die Butter darin schmelzen. Die Zwiebel glasig und leicht goldbraun dünsten.
- Die Hitze etwas reduzieren und die leicht verquirlten Eier hineingeben. Sanft rühren, sodass sie stocken, aber **sichtbare Stücke bleiben** — es soll kein gleichmäßiges Rührei werden. Nicht ganz durchtrocknen lassen.
- Das Maniokmehl nach und nach zugeben und ständig mit dem Holzlöffel rühren, damit es sich mit der Butter und dem Eiersaft vollsaugt.
- Bei mittlerer Hitze rösten, bis das Mehl eine helle goldene Farbe annimmt und sich am Löffel knusprig anfühlt: mit vorgeröstetem Mehl 3 bis 5 Minuten, mit rohem einige Minuten länger. Der Geruch ist der beste Anhaltspunkt — geröstetes Maniokmehl duftet deutlich nussig.
- Salzen, pfeffern und vom Herd nehmen. Die gehackten Frühlingszwiebeln oder die Petersilie für Frische und Farbe unterrühren.
- Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren — zu rotem Fleisch, Hähnchen oder zur klassischen Feijoada.