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Erdbeermarmelade selber machen

1 Std. 35 Min. gesamt🔪 20 Min. Vorbereitung🍳 45 Min. Garzeit🧊 30 Min. Ruhezeit🍽 12 PortionenEinfach
Erdbeermarmelade selber machen

Erdbeermarmelade aus drei Zutaten, in einer knappen Stunde fertig: Erdbeeren, Gelierzucker und eine Zitrone. Mit Gelierzucker 2:1 kocht sie nur vier Minuten sprudelnd und geliert zuverlässig — deutlich schneller und sicherer als die klassische Methode.

Die wichtigste Regel steht dem entgegen, was man beim Einkochen sonst gelernt hat: länger kochen macht es nicht fester, sondern flüssiger. Pektin baut bei zu langer Hitze ab. Vier Minuten ab dem sprudelnden Kochen, dann sofort abfüllen.

Wer keinen Gelierzucker im Haus hat oder die Süße selbst bestimmen will, findet die klassische Variante mit normalem Zucker am Ende — sie dauert 35 bis 45 Minuten und kommt ohne Konservierungsstoff aus.

Zutaten

🍽 12 Portionen
  • 1 kg reife Erdbeeren, geputzt
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Zitrone (der Saft)
  • 600 g normaler Zucker statt des Gelierzuckers (für die klassische Variante)

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren halbieren oder vierteln und in einer Schüssel mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft mischen. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, gern über Nacht im Kühlschrank: Die Früchte ziehen Saft und der Zucker löst sich schon vor dem Kochen.

  2. Währenddessen die Gläser vorbereiten: heiß ausspülen oder 10 Minuten bei 100 °C in den Ofen stellen. Sie sollen noch warm sein, wenn die Marmelade fertig ist — kalte Gläser können bei heißem Einfüllen springen.

  3. Alles in einen weiten Topf umfüllen — lieber breit als hoch — und unter Rühren aufkochen. Die Erdbeeren dabei nach Geschmack mit dem Löffel zerdrücken, je nachdem ob die Marmelade stückig oder glatt werden soll.

  4. Ab dem sprudelnden Kochen genau 4 Minuten weiterkochen lassen, dabei rühren (Packungsangabe des Gelierzuckers beachten, sie kann zwischen 3 und 5 Minuten liegen). Nicht länger: Zu lange gekocht baut das Pektin ab und die Marmelade bleibt flüssig.

  5. Den Schaum abschöpfen, sonst wird die Marmelade trüb.

  6. Gelierprobe: einen Teelöffel auf einen Teller aus dem Gefrierfach geben, kurz warten und mit dem Finger anschieben. Runzelt sie, statt zu verlaufen, ist sie fertig. Geliert sie nicht, noch 1 Minute kochen — aber nicht länger.

  7. Sofort kochend heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, verschließen und 5 bis 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit sich ein Vakuum bildet. Kühl und dunkel gelagert hält sie ungeöffnet etwa ein Jahr, geöffnet im Kühlschrank rund vier Wochen.

  8. Klassische Variante ohne Gelierzucker: 600 g normalen Zucker nehmen und die Marmelade 35 bis 45 Minuten offen einkochen, bis die Tellerprobe gelingt. Es dauert länger und die Menge fällt kleiner aus, dafür bestimmst du die Süße selbst und es kommt ohne Konservierungsstoff aus — Gelierzucker 2:1 und 3:1 enthält meist Sorbinsäure. Die Zitrone bleibt in beiden Varianten: Sie liefert die Säure, die das Pektin überhaupt gelieren lässt.

Häufige Fragen

Und wenn ich keinen Gelierzucker bekomme oder kein Konservierungsmittel möchte?

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Dann nimmst du 600 g normalen Zucker statt der 500 g Gelierzucker und kochst die Marmelade offen 35 bis 45 Minuten ein, bis die Tellerprobe gelingt. Das steht als Schritt 8 im Rezept.

Interessanter ist die Frage, warum das überhaupt funktioniert. Erdbeeren bringen selbst Pektin mit — wenig, aber nicht null. Was ihnen fehlt, ist zweierlei: Säure, damit das Pektin überhaupt gelieren kann, und Konzentration. Die Zitrone liefert das eine, die lange offene Kochzeit das andere: Wasser verdampft, und in dem, was übrig bleibt, reicht das eigene Pektin aus. Gelierzucker kauft dir diese 40 Minuten ab, mehr nicht.

Zwei Dinge ändern sich dabei, und beide sind eher Vorteil als Nachteil:

Die Ausbeute wird kleiner. Ein guter Teil des Wassers ist verdampft — dafür schmeckt die Marmelade konzentrierter nach Frucht.

Du bestimmst die Süße selbst. Bei Gelierzucker ist das Verhältnis vorgegeben, weil das Pektin es braucht. Mit normalem Zucker kannst du nach unten abweichen; unter etwa 500 g pro Kilo Frucht wird sie allerdings nicht mehr lange haltbar, weil der Zucker hier auch konserviert.

Zum Konservierungsmittel: Ja, dein Verdacht stimmt. Gelierzucker 2:1 und 3:1 enthält meist Sorbinsäure (E 200). Ein Blick auf die Packung lohnt sich: Gelierzucker 1:1 kommt oft ohne aus, weil der höhere Zuckeranteil selbst konserviert. Wer ganz sichergehen will, nimmt die klassische Variante — die kommt mit drei Zutaten aus und mit keinem Zusatz.

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