Pastelitos Criollos – frittiertes Blätterteiggebäck mit Quittenmus
Dieses Rezept auch auf 🇦🇷 Spanisch · 🇧🇷 Portugiesisch

Pastelitos Criollos mit Quitte oder Süßkartoffel: das unverzichtbare Gebäck an den argentinischen Nationalfeiertagen, mit selbst gemachtem Blätterteig, in zwei Temperaturen frittiert und mit Zuckersirup bestrichen. Das traditionelle Rezept Schritt für Schritt erklärt, damit sie gelingen wie beim Bäcker.
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Type 405) für den Teig
- 100 g Butter oder Rinderschmalz (zimmerwarm)
- 250 ml kaltes Wasser
- 1 Prise feines Salz
- 50 g zerlassene Butter extra (zum Bestreichen des Blätterteigs)
- Speisestärke nach Bedarf (zum Bestäuben des Blätterteigs)
- 250 g Quittenbrot (feste Quittenpaste) oder Süßkartoffelpaste, gewürfelt
- 1 kg Rinderschmalz oder Sonnenblumenöl zum Frittieren
- 300 g Zucker (für den Sirup)
- 150 ml Wasser (für den Sirup)
- Bunte Zuckerstreusel zum Verzieren (optional)
Zubereitung
- Grundteig: In einer Schüssel das Mehl mit den 100 g Butter und der Prise Salz mit den Fingerspitzen zu Streuseln verreiben. Das kalte Wasser nach und nach zugeben, bis ein glatter Teigballen entsteht. Abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.
- Blättern: Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einem dünnen Rechteck ausrollen. Die ganze Fläche mit der zerlassenen Butter bestreichen und dünn mit Speisestärke bestäuben. Den Teig wie einen Brief in drei Teile falten.
- Zweites Ausrollen: Den gefalteten Teig erneut zu einem Rechteck ausrollen, wieder mit Butter bestreichen und mit Speisestärke bestäuben, und noch einmal in drei Teile falten. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Quadrate schneiden: Den fertigen Blätterteig auf 2 bis 3 Millimeter Dicke ausrollen und Quadrate von etwa 8 x 8 cm schneiden.
- Zusammensetzen: Einen Würfel Quitten- oder Süßkartoffelpaste in die Mitte eines Teigquadrats setzen. Die Ränder leicht mit Wasser befeuchten. Mit einem zweiten Quadrat bedecken, aber versetzt — die Ecken diagonal, sodass ein Stern entsteht.
- Verschließen und falten: Rund um die Füllung fest andrücken, damit die Luft entweicht und alles versiegelt ist. Die vier Ecken nach oben kneifen, sodass die typischen Falten des Pastelito entstehen.
- Das Schmalz oder Öl in einem Topf bei milder Hitze auf etwa 140 °C erwärmen. Die Pastelitos hineingeben; anfangs sinken sie zu Boden. Mit zwei Gabeln die Teigschichten bewegen, damit der Blätterteig aufgeht und sich schön aufbläht.
- Sobald der Blätterteig geöffnet ist, die Hitze erhöhen (auf etwa 180 °C) oder die Pastelitos in einen zweiten Topf mit gut heißem Öl geben, damit sie schnell bräunen und knusprig werden. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Während sie abkühlen, aus dem Zucker und den 150 ml Wasser einen Sirup kochen: 5 Minuten sprudeln lassen, bis er leicht andickt. Die noch warmen Pastelitos damit bestreichen und die Spitzen mit bunten Zuckerstreuseln verzieren.
Argentinische Klassiker: Tradition mit Identität
Nichts geht über den Geschmack von zu Hause. Hier stehen die Rezepte, die zur argentinischen Küchengeschichte gehören: vom handgemachten Locro bis zu den Kniffen für Empanadas mit von Hand geschnittenem Fleisch, die auf der Zunge zergehen. Es geht nicht nur um Gerichte, sondern um Techniken, Familiengeschichten und das Erbe der kreolischen Küche — jedes Rezept nah an der Tradition, aber mit der Präzision, damit es zuverlässig gelingt.






