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Tamales salteños – argentinische Maistaschen

2 Std. 30 Min. gesamt🔪 60 Min. Vorbereitung🍳 1 Std. 30 Min. Garzeit🍽 12 PortionenMittelAnden

Wie macht man echte Tamales salteños? Hier lernst du die traditionelle Technik des Mahlens, das Geheimnis des Rindernierenfetts und wie man sie in Maisblätter einschlägt. Ein zuverlässiges Regionalrezept aus dem argentinischen Norden für alle, die die andine Küche lieben.

🔎 Was ist Rindernierenfett? — woher es kommt, was drin ist und wo man es bekommt.

Zutaten

🍽 12 Portionen
  • 1 kg gelbe Maiskörner
  • 1 kg Rindfleisch (gekocht und gehackt)
  • 500 g Kartoffeln (gekocht und gewürfelt)
  • 200 g Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 3 hartgekochte Eier, gehackt
  • 200 g Butter
  • Rindernierenfett (nach Bedarf)
  • 1 TL Paprikapulver (mit etwas Fett verrührt)
  • Getrocknete Maisblätter (1 Minute abgekocht)
  • Salzlake (Wasser mit Salz)
  • Salz, gemahlener Chili und Kreuzkümmel nach Geschmack
  • Saubere Holzasche (für das traditionelle Mahlen)

Zubereitung

  1. Den Mais mahlen: Die Körner 60 bis 70 Minuten in Wasser mit Holzasche kochen, um die Schale zu lösen. Im Mörser (oder in der Küchenmaschine) die Körner zerdrücken und dabei schluckweise Salzlake zugeben, bis eine formbare Paste entsteht. Chili, Kreuzkümmel und das mit Fett verrührte Paprikapulver untermischen.

  2. Die Füllung: Die Frühlingszwiebeln in Rindernierenfett anbraten. In einer separaten Schüssel das klein gehackte Fleisch mit den Kartoffeln, den Frühlingszwiebeln und den hartgekochten Eiern vermengen. Großzügig mit Kreuzkümmel, Chili und Paprikapulver würzen.

  3. Formen: In der Handfläche eine Scheibe Teig formen. Die Füllung in die Mitte setzen, einen Rand frei lassen und den Tamal so verschließen, dass die Füllung vollständig eingeschlossen ist.

  4. Einwickeln: Jedes Stück in ein abgekochtes Maisblatt einschlagen und wie ein Bonbon eindrehen. Die Enden mit Streifen desselben Blattes fest zubinden, damit nichts austritt.

  5. Garen: Die Tamales in einem Topf mit Salzwasser bei schwacher Hitze 20 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

  6. Servieren: Abtropfen lassen und heiß im Maisblatt servieren.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Tamal und einer Humita?

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Von außen sind sie identisch: beide sind in Maisblätter gewickelt und gleich zugebunden. Der Unterschied steckt innen, und er ist grundsätzlich.

Bei der Humita ist der Mais das Gericht: frischer Mais wird gerieben, gewürzt, und genau das ist die Füllung. Beim Tamal salteño ist der Mais die Hülle: getrockneter Mais wird mit Asche gekocht, damit sich die Schalen lösen, und zu einem Teig gemahlen — und dieser Teig schließt eine Füllung aus Fleisch, Kartoffel und hartem Ei ein.

Kurz gesagt: bei der Humita isst du Mais; beim Tamal ist der Mais der Teig, der das Fleisch umhüllt.

Auch die Jahreszeit ist eine andere. Die Humita braucht frischen Mais, ist also ein Sommergericht; den Tamal machst du mit getrocknetem Mais und damit das ganze Jahr über.

Wenn du die andere gesucht hast, hier ist sie: Humitas en Chala – gedämpfter Maisteig im Maisblatt.

Was ist in einem Tamal salteño drin?

Neu

Zwei klar getrennte Schichten.

Der Teig besteht aus getrocknetem gelbem Mais, mit Asche gekocht und mit Salzlake gemahlen, bis er geschmeidig ist. Dazu kommen Rindernierenfett (grasa de pella) und Paprikapulver — daher die Farbe.

Die Füllung wird getrennt zubereitet und ist vollständig eingeschlossen: gekochtes, fein gehacktes Rindfleisch, Kartoffel, in Rindernierenfett angeschwitzte Frühlingszwiebel und hartes Ei, gewürzt mit Kreuzkümmel, gemahlenem Chili und Paprikapulver.

Was nicht hineingehört: keine mexikanische Chilisauce und kein Teig aus vorgekochtem Maismehl. Der Tamal salteño wird in Wasser gegart, nicht gedämpft, und das Maisblatt wird wie ein Bonbon zugebunden.

Kann man sie einfrieren? Wie wärmt man sie auf?

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Ja — und das ist der beste Grund, gleich alle 12 zu machen: der Tamal lässt sich sehr gut einfrieren, weil das Maisblatt ihn schützt.

Zum Einfrieren: vollständig auskühlen lassen, im Maisblatt und noch zugebunden. So halten sie bis zu 3 Monate. Wenn du sie vorher auswickelst, trocknet der Teig aus.

Zum Aufwärmen, direkt aus dem Gefrierfach:

  • In Wasser (am besten): 15 bis 20 Minuten in Salzwasser, genau wie beim ursprünglichen Garen.
  • Im Dampf: 20 Minuten.
  • In der Mikrowelle: 2 bis 3 Minuten, das Maisblatt angefeuchtet und abgedeckt.

Im Kühlschrank halten sie 3 Tage, immer im Maisblatt. Was du nicht tun solltest: sie bereits geöffnet aufwärmen — dann trocknet der Teig sofort aus.

Kann ich Natron statt Asche nehmen?

Ja, ohne Weiteres 🌽 Natron funktioniert einwandfrei und das Ergebnis wird genauso gut. Es erfüllt chemisch dieselbe Aufgabe wie die Asche: Es schafft ein alkalisches Milieu, das die harte Schale des Maiskorns aufweicht und löst.

🥄 Das richtige Verhältnis: 1 Esslöffel Natron pro Liter Kochwasser.

💧 Ein wichtiger Tipp: Die Maiskörner danach sehr gründlich abspülen.

Wofür ist die Asche und woher nimmt man sie?

Die Asche dient dazu, den Mais zu schälen — ein Verfahren, das der Nixtamalisation ähnelt. Das alkalische Milieu löst die harte Schale vom Korn und macht es bekömmlicher. Es muss Asche von hellem, unbehandeltem Holz sein (vom Grillfeuer), ohne Kunststoff- oder Chemikalienreste.

Moderner Ersatz: Wer keine Asche zur Hand hat — in einer Wohnung der Normalfall —, nimmt Natron oder Kalk in Lebensmittelqualität.

Isst man das Maisblatt mit?

Nein, auf keinen Fall. Das trockene Maisblatt (die chala) ist Garform und Verpackung zugleich: Es hält die Feuchtigkeit im Inneren und gibt das typische rustikale Aroma. Am Tisch wird es aufgemacht wie ein Geschenk — gegessen wird nur die Füllung.

Was ist Rindernierenfett (grasa de pella)?

Das reinste Rinderfett, aus der Umgebung der Nieren gewonnen. Entscheidend wegen seines hohen Schmelzpunkts und des typischen Geschmacks, der den Tamal salteño ausmacht. Beim Metzger als Nierenfett verlangen; es gibt es auch schon ausgelassen als Rinderschmalz.

Ist das ein andines Rezept?

Ganz eindeutig. Der Tamal ist eine Säule der andinen Küche. Der Maistamal der Calchaquí-Täler ist der stärkste Ausdruck der Kultur des argentinischen Nordwestens, mit vorspanischen Wurzeln, die er mit Bolivien und Peru teilt. Küche der Höhenlagen: Mais und Geduld.

Nimmt man immer gelben Mais?

Nein, überhaupt nicht. Gelber Mais ist zwar sehr verbreitet und gibt dem Teig die goldene Farbe, aber weißer Mais ist in vielen Gegenden des argentinischen Nordwestens genauso traditionell — manche sagen sogar: traditioneller.

In der andinen Küche gibt es unzählige Maissorten, doch beim Tamal salteño geht die Debatte immer zwischen Weiß und Gelb:

Weißer Mais: der Favorit der Puristen und der ältesten Rezepte. Ergibt einen blasseren Teig mit neutralerem, erdigerem Geschmack, bei dem die Füllung — und das Paprikapulver im Rindernierenfett — die Hauptrolle behält.

Gelber Mais: gibt dem Teig die kräftige, appetitliche Farbe und eine ganz leichte Süße, die schön mit der salzig-würzigen Füllung kontrastiert.

Beide sind richtig und traditionell. Das Schälen mit Asche funktioniert bei beiden exakt gleich.

Aromen aus Salta

Die Seele des argentinischen Nordwestens in deiner Küche. Ein Streifzug durch das andine Erbe aus Mais, langsamem Feuer und kräftigen Aromen, der dich mit jedem Bissen dorthin bringt.