Salsa Criolla – argentinische Zwiebel-Paprika-Salsa zum Grillen
Dieses Rezept auch auf 🇦🇷 Spanisch · 🇧🇷 Portugiesisch

Salsa Criolla ist die Salsa, die in Argentinien zu jedem Asado gehört: rohe Zwiebel, Paprika und Tomate in feinen Würfeln, in Essig und Olivenöl gezogen. Sie ist kein Dip zum Tunken, sondern wird löffelweise über gegrilltes Fleisch, Ofenbraten oder Empanadas gegeben.
Zwei Dinge machen sie aus, und beide sind Handwerk statt Zutat. Erstens der gleichmäßige feine Würfel (Brunoise): So hat jeder Bissen von allem etwas, statt in Zwiebelstücke zu beißen. Und zweitens die Ruhezeit — der Essig nimmt der rohen Zwiebel in zwei bis drei Stunden ihre Schärfe. Frisch gemacht serviert ist sie ein Zwiebelsalat; nach dem Ziehen ist sie Salsa Criolla.
Zutaten
- 2 mittelgroße weiße Zwiebeln
- 1 große rote Paprika
- 1 große grüne Paprika
- 2 feste Eiertomaten, entkernt
- 1/2 Tasse Branntweinessig (oder Apfelessig)
- 1/2 Tasse natives Olivenöl extra
- Feines Salz, schwarzer Pfeffer und eine Prise Chiliflocken
- Nach Wunsch: 1 EL frische Petersilie, sehr fein gehackt
Zubereitung
- Schnitt (Brunoise): Der Erfolg dieser Salsa liegt in der Gleichmäßigkeit. Zwiebel, beide Paprika und die Tomate in kleine, regelmäßige Würfel von etwa 0,5 cm schneiden. Kein Püree, aber klein genug, dass jeder Bissen von allem etwas hat.
- Bei der Tomate unbedingt vorher Kerne und Flüssigkeit entfernen. Sonst wird die Salsa wässrig und beginnt schneller zu gären.
- Alle Würfel in einer Schüssel mischen. Salz, Pfeffer und Chiliflocken zugeben, dann den Essig angießen und gut durchmischen — das Salz zieht so die eigenen Säfte aus dem Gemüse.
- Zuletzt das Olivenöl unterrühren. Essig und Öl bilden zusammen eine Emulsion, die das Gemüse umschließt und saftig hält.
- Ruhezeit, nicht optional: Zugedeckt mindestens 2 bis 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. In dieser Zeit verbinden sich die Aromen und der Essig gart die Zwiebel leicht an, sodass ihre rohe Schärfe verschwindet.
- Vor dem Servieren einmal durchrühren und abschmecken. Im Kühlschrank hält sie zugedeckt zwei bis drei Tage und wird jeden Tag milder.
Argentinische Klassiker: Tradition mit Identität
Nichts geht über den Geschmack von zu Hause. Hier stehen die Rezepte, die zur argentinischen Küchengeschichte gehören: vom handgemachten Locro bis zu den Kniffen für Empanadas mit von Hand geschnittenem Fleisch, die auf der Zunge zergehen. Es geht nicht nur um Gerichte, sondern um Techniken, Familiengeschichten und das Erbe der kreolischen Küche — jedes Rezept nah an der Tradition, aber mit der Präzision, damit es zuverlässig gelingt.






