Kartoffelgnocchi selbst gemacht
Dieses Rezept auch auf 🇦🇷 Spanisch · 🇧🇷 Portugiesisch

In Argentinien werden Gnocchi am 29. jedes Monats gegessen. Der Brauch stammt von italienischen Einwanderern: Am Monatsende war das Geld knapp, und Kartoffeln mit Mehl war das, was noch reichte. Traditionell legt man einen Geldschein unter den Teller — für Wohlstand im nächsten Monat.
Die Kartoffeln werden mit Schale und im Ganzen gekocht. Geschält und zerteilt saugen sie Wasser, und nasse Kartoffeln brauchen mehr Mehl — mehr Mehl gibt schwere, gummiartige Gnocchi. Der ganze Rest der Technik hängt an diesem einen Schritt.
Und der Teig wird so wenig wie möglich geknetet. Er soll gerade zusammenhalten, mehr nicht.
Dazu passen Bolognese, Vier-Käse-Sauce, Sauce Parisienne oder ein einfaches Pesto.
Zutaten
- 1 kg Kartoffeln, gleich groß, mit Schale
- 250 bis 300 g Mehl Type 405, plus etwas für die Arbeitsfläche
- 1 Ei
- 1 TL feines Salz
- 1 Prise Muskatnuss
- Geriebener Käse zum Servieren (optional)
Zubereitung
- Die Kartoffeln **ganz und mit Schale** in Salzwasser garen, bis sie sich leicht einstechen lassen. Ganz und ungeschält nehmen sie kaum Wasser auf — das ist der Grund, warum man später wenig Mehl braucht.
- Noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Das Püree auf der Arbeitsfläche ausbreiten und einige Minuten ausdampfen lassen.
- Zu einem Kranz formen, in die Mitte das Ei, das Salz und die Muskatnuss geben und das Mehl nach und nach einarbeiten. **So wenig wie möglich kneten** — der Teig soll weich sein und sich gerade eben von den Händen lösen.
- Portionsweise Rollen von etwa 2 cm Durchmesser formen, in Stücke schneiden und mit der Gabel oder dem Gnocchibrett die Rillen eindrücken, damit die Sauce haftet.
- In reichlich kochendem Salzwasser portionsweise garen: **Sobald sie an die Oberfläche steigen**, noch ein paar Sekunden warten und mit der Schaumkelle herausheben. Sofort mit der gewählten Sauce servieren.